Zurück zur ÜbersichtUnser Logo: Klick zur StartseiteZum Rundgang durch unseren Tempel

Die Thailandseiten von Anne und Heiner

 
Navigation:  Reise  |  Buddhismus  |  Kultur  |  Siampedia  |  Kontakt 
Sie befinden sich hier:  Startseite - Sektion Buddhismus - virtueller Tempel 

In einem Thai Wat

Der Bot

(Ubosot)

  Das heiligste Gebäude in einem Thai Wat ist der Ubosot. Der Begriff stammt von dem Wort uphosathagara aus der Pali-Sprache, meistens wird es zu Bot verkürzt. Hier halten die Mönche ihre wichtigen Zeremonien ab, wie z.B. die Mönchsweihe oder auch die regelmäßige Bekenntnis aller Mönche zu den 227 Ordens-Regeln. Diese letztere Zeremonie wird 2 mal monatlich durchgeführt, nämlich am 15. Tag des abnehmenden und am 15. Tag des zunehmenden Mondes. Sie wird in Thailand suet patimok genannt, Laien sind dabei nicht zugelassen.

  Obwohl dies Gebäude das wichtigste ist, ist es nicht unbedingt das größte. Als Mindestgröße ist lediglich vorgeschrieben, daß mindestens 21 Mönche darin Platz finden müssen. Der einzige Unterschied zu anderen Gebäuden innerhalb des Tempel-Komplexes sind die 8 Markierungs-Steine, die bai sema genannt werden. Sie stehen an den vier Kardinal-Punkten und jeweils auf der Hälfte dazwischen. Nur innerhalb der so abgesteckten Gemarkung können die heiligen Zeremonien der Mönche abgehalten werden.

 

Hier der Bot von Wat Sema Muang in Nakhon Si Thammarat.
Die acht Bai Sema befinden sich in den kleinen Türmchen.

Ein Bot
 

  Der Bot hat gewöhnlich eine rechteckige Form mit einem langen Mittel- und zwei Seiten­schiffen. Zusätzlich kann er vorne und hinten einem überdachten Vorbau aufweisen. Die Aussenwände bestehen entweder aus Holz oder aus Ziegeln und sind weiß getüncht. Ein Bot kann eine, zwei oder sogar drei Türen an der Ost- und der Westwand haben. Dabei liegt der Haupteingang gewöhnlich der Buddha-Statue gegenüber. Falls es das Gelände zuläßt, ist der Bot ostwärts ausgerichtet, die Richtung, in der der Buddha blickte, als er die Erleuchtung erlangte.

 

Typische Grundrisse eines Thai Bot.
1.) mit Veranda (Portiko)
2.) Mit Mittel- und Seitenschiffen
3.) mit einem überdachten Rundgang

Grundrisse
 

Dach-Kacheln

Wat Saket, Bangkok

  Pilaster unterstützen das mehrfach gestaffelte Dach an den Seiten, während das Hauptgewicht von Säulen getragen wird, die sich nach oben kaum merklich verjüngen. Viele Bot in Nordthailand besitzen noch Säulen aus den Stämmen schnurgerade gewachsener Teak-Bäume. Das Staffeldach ist mit glasierten Keramik-Kacheln gedeckt. Im Rattanakosin-Stil bilden orange-rote Kacheln ein Rechteck, das von grünen Kacheln eingerahmt wird. Diese Art der Dachdeckung stammt bereits aus der Sukhothai-Zeit (13. - 15. Jahrhundert A.D.). Die damaligen engen Verbindungen mit dem chinesischen Hof resultierten mit der Einführung einiger chinesischer Eigenheiten, wie z.B. dieser Dach-"Ziegel" aus Keramik. In den Seiten­wänden befinden sich in gleichmäßigen Abständen Fenster, deren Rahmen und Läden häufig mit kunstvollen Schnitzereien oder bunten Mosaiken verziert sind.

 

Bemalte Decke der vorderen Veranda, Bot im Wat Saket, Bangkok

 

  Die Wände im Innenraum des Bot können ganz einfach weiß getüncht aber auch mit großartigen Wandmalereien versehen sein. Im Gegensatz zu vielen chinesischen Tempeln sind die Innenräume Thailändischer Tempelgebäude nach oben mit einer Decke abgeschlossen, die das Gebälk des Dachstuhls vor dem Auge des Betrachters verbergen. Die Decke ist häufig künstlerisch bemalt mit goldenen Motiven auf rotem Untergrund (s. Bild links).

Bot im Wat Suwannaram, ThonburiIm Wat Hai Sok
Bot des Wat Suwannaram in Thonburi ...... und im Wat Hai Sok in Nongkhai.
 
Seitensprung: Architektur Begriffe im Tempel Die ganze Geschichte 
 
 
Navigation:  Reise  |  Buddhismus  |  Kultur  |  Siampedia  |  Kontakt 
 vorige Seite vorherige Seite  |  Startseite  |  Seitenanfang Seitenanfang  |  nächste Seite folgende Seite 

 

 
zur Sitemap

Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 01.01.2013 

Creative Commons LizenzvertragBitte beachten Sie, dass dieses Werk bzw. der Inhalt dieser Seite unter einer Creative Commons-Lizenz lizensiert ist.

Anmerkung: Tooltips-Script von www.walterzorn.de