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In einem Thai Wat

Die Chedi

Allgemeine Betrachtungen

 

 

Das universelle Symbol des Buddhismus ist wohl die Stupa. In Pali, der Sprache des Buddha werden sie cetiya genannt. Dieses Wort kommt aus der Sanskrit-Wurzel ci "aufhäufen", "in einer bestimmten Ordnung anordnen". Man kann damit nicht nur eine Stupa, sondern auch einen Altar oder allgemein einen Platz der Anbetung bezeichnen. Es hat aber auch eine Nebenbedeutung von cit "geistig fixieren", "erinnern", "instruieren". Daher kann es - wie das Wort "Monument" (lateinisch monere: erinnern) - nicht nur ein Stück Architektur bedeuten sondern auch (Er-)Mahnung im weitesten Sinne.

Die meistens kuppelförmigen Bauten entwickelten sich aus den altindischen Begräbnishügeln, um Reliquien zu verwahren oder an große Menschen zu erinnern:

Nach der Kremation des Buddha wurden seine Reliquien aufgeteilt und in solchen Stupas aufbewahrt. Für rund 500 Jahre nach seinem Tod waren sie die einzige Form von Gedenkstätten. Mit der Zeit verbreitete sich aber seine Lehre und die Stupas wurden immer mehr ausgeschmückt mit Symbolen des Buddha: dem Lotus als Symbol seiner Geburt, dem Bodhi-Baum als Symbol der Erleuchtung, dem Rad als Symbol für seine erste Lehrrede im Wildpark von Sarnath. Die Stupa selbst wurde zum Symbol seines Todes und das Mahaparinirvana, oder die Befreiung aus dem Zyklus der Wiedergeburten.

Die große buddhistische Stupa von Sanchi in Indien (2.Jh. v. Chr.) wurde zum Prototypen für die verschiedenen Interpretationen der Reliquien-Kammer des Buddha. Wo immer der Buddhismus Fuß fasste, wurden diese symbolischen Bauten von örtlichen Traditionen beeinflußt. In China und Japan wurden sie zu Pagoden, in Tibet zu Chörten und in Sri Lanka zu Dagobas.

 

 

Surftips:

Die große Stupa von Sanchi im Internet (alle Sites in englischer Sprache):

 

 

 

Thailand:

In Thailand sind die Chedi (ausgesprochen: Dschedie) die Symbole des Buddhismus. Man kann sagen, daß ihre Grundstruktur die Kosmologie des Buddhismus symbolisiert.

 

 

Base: Auf einer quadratischen Plattform befinden sich runde oder auch oktogonale, sich verjüngende Ebenen, meistens im Dreier-Pack, welche die Drei Welten ("Traiphum") darstellen (1, 2, 3).
Body: 4. die eigentliche Reliquien-Kammer, 5. Harmika.
Top: 6. Schaft, 7. konische Spitze mit: 8. kreisförmigen Unterteilungen, die die Himmel repräsentieren, und 9. der Abschluß geformt wie eine Lotusknospe.
Skizze einer Chedi
 

 

Die glockenförmige Kuppel stellt den Berg Meru dar, die kosmische Achse. Sie ruht häufig auf einem dreistufigem Sockel, die Drei Welten (Thai: Traiphum) - die Reiche von Begehren, Form und Fehlen von Form. Auf der Glocken-Kuppel sitzt eine würfelförmige Struktur, Harmika genannt, von der man sagt, daß sie der Thron Buddhas ist. Oberhalb der Harmika steht wie ein großer Schirm die Spitze aus sich immer weiter verjüngenden Lagen, die die vielen Himmel darstellt, die Reiche der "nachdenklichen Glückseligkeit", gekrönt von der Lotus-Knospe, dem Nirvana.

Anschließend sind hier einige Beispiele dargestellt von der großartigen Vielfalt von architektonischen Variationen der Thailändischen Chedis.

Chedi Wat Haripunchai

Eine der schönsten Chedis in Thailand steht im Wat Phra That Haripunchai in Lamphun bei Chiang Mai.
(Klick für ein großes Bild)

Chedi Phu Khao Thong

Ayutthaya: Chedi Phu Khao Thong ("Goldener Berg Chedi"). Typisch für den Ayutthaya-Stil sind die Einkerbungen an den vier Ecken, die von der Glocken-Kuppel bis hinunter zur Basis reichen. Sehr gut zu sehen hier auch die Drei Welten.
(Klick für ein großes Bild)

Wat Saket, BangkokWat Saket, Bangkok.
 

 

 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 01.01.2013 

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