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In einem Thai Wat

Die Grenzsteine (Bai Sema)

Seite 1

 

 

  Der Buddha hat in den Vinaya festgelegt, daß das Gebiet des Buddhasima (der Bereich in dem Mönche ihren Sanghakamma, also geheiligte Zeremonien, durchführen) mindestens so groß sein muß, daß darin 21 Mönche Platz finden, die in einem Abstand von einer Unterarm-Länge voneinander sitzen. Der Bereich darf aber nicht größer als drei Yojana* sein (wahrscheinlich ist damit der Umfang gemeint). Mit anderen Worten, er sollte nicht zu klein und nicht zu groß sein.

 

Einige natürliche Umgebungen, die als Buddhasima angesehen werden können (aus einem alten Samut-Khoi-Manuskript, Wat Suthat, Bangkok).

natürliche Begrenzungen: Felsen Wasser, Hügel
 

 

  Der Buddha hat außerdem festgelegt, daß ein Buddhasima auch mit den folgenden Nimitta (Grenz-Markierungen) markiert werden kann: Hügel, Felsen, Wäldchen, Bäume, Ameisenhügel, Wege, Flüsse und Gewässer wie Seen oder Teiche. Der Type von Nimitta jedoch, der in Thailand am häufigsten auftaucht, ist Stein. Die ältesten steinernen Bai Sema aus der Dvaravati-Zeit (etwa 6. bis 9. Jahrhundert A.D.) wurden in Nordost-Thailand gefunden.

 

 

  Für einen neuen Ubosot müssen zuerst Löcher gegraben werden. Und zwar an den acht Kardinal-Punkten und einem neunten Punkt an dem Platz, der für die Haupt-Buddhastatue vorgesehen ist. In diese Löcher werden während einer religiösen Zeremonie die sog. Lug Nimit versenkt (die etwa die Größe und Form einer Kanonenkugel haben). Anschließend werden über den Lug Nimit die Bai Sema errichtet. Der Thailändische Name Bai Sema bedeutet etwa "Sema Blätter", da die Form der flachen Sema-Grenzsteine häufig an die Form von Blättern des Bodhi-Baumes erinnern, unter dem der Buddha die Erleuchtung erfahren hat.

 

 

Surftip:

  • Eine solche Einweihungszeremonie wurde im Amaravati-Tempel nahe London (Großbritannien) durchgeführt. Auf den Seiten von BuddhaMind kann man die Beschreibung nebst einiger Fotos davon begutachten.
 

 

Bai Sema im Wat Hai SokWat Phra Kaeo, Bangkok
Dieser Bai Sema steht im Wat Hai Sok in Nongkhai.Bai Sema der Kapelle des Smaragd-Buddha Wat Phra Kaeo in Bangkok. Sehr schön zu sehen sind hier die "Augen" des Steins (siehe folgende Seite).
 

 

Moderner Bai Sema im Wat U Tong, Chiang MaiWat Rajanadda, Bangkok
Zu einem modernen Ubosot gehört auch ein Satz moderner Bai Sema. Dieser hier steht im Wat U Mong in Chiang Mai."Gekrönter" Bai Sema auf einem Naga-Sockel, Wat Ratchanadda in Bangkok.
 

 

 
 

 

Quellen, die ich benutzt habe:

  • Sinlapa Bon Bai Sema (Künstlerische Grenzsteine) von No Na Paknam, Muang Boran Publishing House, Bangkok 1981
  • Sima Gatta (Das Manuskript über Grenzsteine vom Wat Suthat) von No Na Paknam, Muang Boran Publishing House, Bangkok 1997
  • Introduction to the Thai Temple von K.I. Matics, White Lotus Co. Ltd., Bangkok 1992

  Fussnoten:

  • Yojana: Ein Wa ist bekanntermaßen ungefähr 6 und 2/3 Fuß lang. Da 1 Yojana 8000 Wa beträgt, ist 1 Yojana ungefähr 16 km lang.
 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 01.01.2013 

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Anmerkung: Tooltips-Script von www.walterzorn.de