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Sektion: Reisen

Alte Brücken in Bangkok

 

 

  Anstelle langatmiger Einleitungen hier einige Zeilen aus dem Buch "Bangkok einst und jetzt" von Steve van Beek. Das Kapitel heißt "Bangkoks Geometrie".

  Alte Fotos von Bangkok zeigen interessante Details, aber sie enthüllen wenig von der Gesamtstruktur der Stadt. Damals wie heute war ihr Hauptmerkmal der Chao Phya. Sein Unterlauf wurde von Kais und Lagerhäusern gesäumt, von denen aus Importwaren auf die Märkte der Stadt gelangten. In der Flussmitte lagen Schiffe aller Nationalitäten auf Reede, löschten ihre Ladungen und nahmen neue von den graziösen hölzernen Leichtern über, die man noch heute auf dem Fluss sieht. Sogar 1900 noch war der Flussrand von fünf bis sechs Reihen schwimmender Häuser mit Strohdächern gesäumt.

  Um 1900 befanden sich die meisten der gepflasterten Straßen Thailands innerhalb der Mauern Bangkoks. Gerade noch rechtzeitig, denn schon 1908 sollten mehr als 300 Autos hier herumknattern.

  Der Großteil der Bevölkerung an den Ufern Bangkoks lebte auf einem Streifen von ungefähr 10 km zwischen Deves (Theves) - an der nördlichen Einmündung des Khlong Padung Krung Kasem - und der südlichen Verlängerung der New Road hinter der Bangkok-Brücke. Bangkoks Zentrum war die Ratanakosin-Insel, auf der sich der Große Palast, Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragd-Buddha) und die anderen königlichen und religiösen Bauten der Stadt befanden. Die Insel wurde im Westen vom Chao Phya und im Osten von einem Kanal begrenzt, den König Taksin 1771 als Festungsgraben hatte ausheben lassen. Während der Ayutthaya- und Thonburizeit Khlong Khu Mueang Derm (Altstadtkanal) genannt, wurde 1872 der Nordteil in Khlong Rong Mai (Seidenfabrikkanal) und der Südteil in Khlong Talat (Marktkanal) umbenannt. Gegen 1900 erhielt er noch einen dritten Namen, Khlong Lod (Strohhalmkanal, wegen seiner Enge), obwohl dieser Name sich ursprünglich auf zwei kleinere Kanäle bezog, die den Khlong Lod und den im Osten parallel dazu verlaufenden Khlong Rob Krung verbanden.

  Nach 1783 wurde der Khlong Lod vom Khlong Rob Krung (Ringkanal) umgeben, der zwei Hälften hatte. Der Nordabschnitt hieß Khlong Banglamphu (Kanal-des-Dorfes-Lamphu oder Kanal-der-Sonneratia-Bäume) und wurde von der Phrasumen Road begrenzt. Seine Südverlängerung, der Khlong Ong Ang (Ong heißt "Wassergefäß", Ang bedeutet "Schale" - nach den hier verkauften Hauptwaren), verlief paralell zur Verlängerung der Phrasumen Road, der Mahachai Road. Beide Kanäle hatte Rama 1. (1782-1809) als Verteidigungsgräben ausheben und von 5.000 laotischen Kriegsgefangenen mit einer dicken, zinnenbewehrten Ziegelmauer einfassen lassen (viele der Backsteine kamen aus dem zerstörten Ayutthaya auf Leichtern den Fluss herunter). Ein dritter Kanal, Padung Krung Kasem (etwa Erhalt-des-städtischen-Glücks, auch Khlong Kut Mai oder Neuausgehobener Kanal), der von Deves bis zum heutigen Royal Orchid Sheraton Hotel führen sollte, wurde erst 1857 fertig.

  Auf Anraten eines bedeutenden buddhistischen Mönchs hatte König Rama 1. die Gräben zur Abschreckung von Angreifern brückenlos gelassen. Um 1900 hatte Bangkok jedoch bereits mehr als 2.000 Brücken, von denen viele sehr anmutig waren. Am auffallendsten waren die "Kamelhöcker"-Brücken nach chinesischem Vorbild, die auch die Durchfahrt großer Boote erlaubten. Die allmähliche Verringerung der Durchfahrtshöhe in den folgenden Dekaden ist bezeichnend für die nachlassende Bedeutung des Boots als Haupttransportmittel innerhalb der Stadt. Heute gibt es nur noch ein kleine Anzahl von Kamelhöcker-Brücken. Die Sehenswerteste befindet sich dort, wo die Rama 1 Road den Khlong Padung Krung Kasem und die Eisenbahnlinie kreuzt.

 

 

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Wir haben unseren Rundgang gemäß der "Geometrie Bangkoks" von innen nach außen in vier Kapitel aufgeteilt:
 

 

 

 

Eine Übersicht "Khlong Lod" gibts auf der zweiten Seite  Zur zweiten Seite
 

 

Quellen die ich benutzt habe:

  • Steve van Beek: Bangkok Then and Now, Deutsche Ausgabe 2001, AB Publications, Bangkok
 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 14.05.2014 

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